Was wir machen, wenn die Schüler:innen frei haben…

Eine Person spricht vor einem größeren Publikum.

Schulentwicklungstag Vortrag

Vortrag einer Expertin zur Gewaltprävention. Foto: Ole Buckendahl.

Was passiert eigentlich am Aschermittwoch am GSG, wenn die Schüler:innen Studientag, also unterrichtsfrei haben? Traditionell ist der Aschermittwoch für das Kollegium ein Schulentwicklungstag, also ein Tag an dem schulinterne Fortbildungen stattfinden oder auch an Schulentwicklungsthemen gearbeitet wird.
In diesem Jahr war das Thema die Entwicklung eines Schutzkonzeptes gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch und die Beschäftigung mit Grenzverletzungen und interpersonaler Gewalt.
Nachdem eine Arbeitsgruppe schon länger daran gearbeitet hatte, wurde dieses Thema am Aschermittwoch inhaltlich zum ersten Mal in die Breite des ganzen Kollegiums gebracht.
Der Tag startete mit einem Impulsvortrag der Expertin Mandy Owczarzak vom Institut für Gewaltprävention. Sie schaffte einerseits ein gemeinsames Grundwissen (Was versteht man eigentlich unter „Gewalt“?) und ergriff andererseits das Kollegium sehr emotional, z. B. mit echten Fallbeispielen und erschreckenden Statistiken. Es war zu spüren, dass alle merkten, wie wichtig es für uns ist, ein gemeinsames und wirksames Verständnis für die Prävention und die Intervention von allen Formen von Gewalt zu entwickeln.
So arbeitete das Kollegium im weiteren Verlauf in Workshops extrem motiviert an einem professionellen Verständnis eines schulischen Verhaltenskodexes für das Geschwister-Scholl-Gymnasium und erarbeitete Verhaltens-Leitlinien, aus denen eine Arbeitsgruppe, später auch gemeinsam mit Schüler:innen und Eltern, nun bis zum Ende des Schuljahres eine erste Version des Schutzkonzeptes erstellt, das dann ab dem Schuljahr 2026-27 gelten kann. Dabei ist uns spätestens seit diesem Schulentwicklungstag sehr bewusst, dass dieser Prozess nie abgeschlossen sein wird und wir dieses Schutzkonzept zukünftig auch immer wieder anpassen werden.
Was nehmen die Mitarbeiter:innen unserer Schule nun aus dem Tag mit (an dem alle anderen „frei“ hatten)? Mehr Klarheit, Transparenz und Handlungssicherheit in Bezug auf Grenzverletzungen und interpersonaler Gewalt. So wird aus unserer Schule ein noch sicherer Ort. Für alle.