Gemeinsam nach Taizé – Eine Woche voller Gemeinschaft und Begegnungen

Taizégruppe
Vom 5. bis 12. Juli 2026 reisten 67 Schüler:innen aus fünf Gymnasien – darunter das Geschwister-Scholl-Gymnasium – gemeinsam nach Taizé in Frankreich. Die schulübergreifende Fahrt bot die besondere Gelegenheit, neue Freundschaften zu knüpfen und gemeinsam eine unvergessliche Woche zu erleben.
Der Tagesablauf war geprägt von den internationalen Gebeten der ökumenischen Brüdercommunauté, Bibelgesprächen, täglicher Arbeit für die Gemeinschaft und vielen Begegnungen mit Jugendlichen aus aller Welt. Die meditativen Gesänge, Zeiten der Stille und die offene Atmosphäre machten Taizé für viele zu einer besonderen Erfahrung.
Auch abseits der spirituellen Angebote stand das Miteinander im Mittelpunkt: Bei gemeinsamen Mahlzeiten, Spielen und Gesprächen entstand eine starke Gemeinschaft. Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen von täglich circa 35 Grad sorgten zusätzlich für eine besondere Stimmung.
Vor allem die internationale Gemeinschaft, die Offenheit der Menschen und die besondere Atmosphäre in Taizé werden vielen noch lange in guter Erinnerung bleiben.
Wenn man hört, dass Taizé ein Kloster ist, denkt man vielleicht zuerst: „Oh Gott, da muss man bestimmt den ganzen Tag nur beten.“ Aber Taizé ist so viel mehr als das.
Es gibt zwar drei Gebete am Tag – morgens, mittags und abends –, doch dabei wird in vielen verschiedenen Sprachen gesungen. Wer Musik und Gesang liebt, ist hier genau richtig. Nachmittags kann man außerdem freiwillig an einer Gesangsstunde teilnehmen.
Durch solche gemeinsamen Aktivitäten und das Zusammenleben auf den Campingplätzen entstand ein starkes Gemeinschaftsgefühl. In den Bibelstunden wurden Gruppen mit Gleichaltrigen gebildet, in denen man sich über die gelesenen Texte austauschte. Dabei entstanden Freundschaften mit Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt.
Es ist eine unglaubliche Vielfalt, die sich an diesem Ort versammelt. Menschen aus aller Welt kommen nach Taizé und werden dort mit offenen Armen und offenen Ohren herzlich empfangen.
Neben den religiösen Angeboten gibt es auch viele andere Möglichkeiten. Dazu gehören zum Beispiel die verschiedenen Workshops, in denen Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten von ihrem Leben erzählen – von den Herausforderungen, aber auch von den schönen Seiten. Dadurch lernt man viel über ihre Kultur, ihre Traditionen und ihre Lebensweise.
Außerdem konnte man jederzeit mit einem der Brüder ins Gespräch kommen. Sie erzählten uns viele interessante Dinge über ihr Leben in Taizé, ihren persönlichen Werdegang und ihre Erfahrungen.
Der Oyak war nicht nur ein Ort, an dem man seine Wasserflasche auffüllen oder etwas zu essen kaufen konnte. Ein Eis in der Waffel kostete zum Beispiel nur 70 Cent. Abends wurde der Oyak zu einem richtigen Partyort. Zu lauter Musik wurde getanzt, mitgesungen und gemeinsam gefeiert. Bis 23:30 Uhr war dieser Ort stets gut besucht und sorgte für eine ausgelassene Stimmung.
Ich denke, dass die anderen mir zu 100 % zustimmen werden, wenn ich sage, dass jeder verändert von dieser Reise zurückgekehrt ist.
Vivian Dossenbach