Sand als Heimat für Insekten?

Sandarium Nahaufnahme
Das fertige Sandarium. Foto: Daniel Hesselmann.
Viele Menschen haben sich in den letzten Jahren „Insektenhotels“ zum Schutz der Wildbienen und Insekten gekauft und im Garten aufgehängt. Doch kaum einer weiß, dass Dreiviertel aller Wildbienenarten diese klassischen Nisthilfen nicht nutzt, sondern in der Erde nistet. Diese Wildbienenarten brauchen lockere, sandige und trockene Böden, die nicht bewirtschaftet werden und im besten Fall etwas von der Vegetation (also von Pflanzen) befreit sind. Bei einem prüfenden Blick durch die Pulheimer Landschaft fällt direkt auf, dass diese Bedingungen in der uns umgebenden Kulturlandschaft fast gar nicht mehr gegeben sind.
Deswegen hat sich die GSGarten-AG im vergangenen Herbst zum Ziel gesetzt, ein sogenanntes Sandarium für Wildbienen zu bauen, welches zusätzlich auch Unterschlupfmöglichkeiten für weitere Tiere beinhaltet. Durch die finanzielle Förderung mittels eines Umweltschecks der Landesregierung NRW konnten zudem 179 Stauden, Gehölze und Kräuter sowie 80 Zwiebelpflanzen gepflanzt werden. Somit haben die Wildbienen nicht nur Nisthilfen, sondern das Jahr über hinweg auch genügend Nahrung. Abschließend wurden viele Pflanzen mit Schildern beschriftet.
Füllkies sieben, das Sandarium-Loch graben, fast 260 Pflanzen setzen, das Sandarium planen und gestalten – all das war eine Menge Arbeit und der GSGarten-AG gilt ein herzlicher Dank für ihren großen Einsatz über viele Wochen hinweg! Auch möchten wir uns bei unserem ehemaligen Kollegen Rudolf Brands für die kompetente Beratung bei der Auswahl der Pflanzen, beim Gartenhof Becker für die verlässliche Lieferung der Pflanzen sowie bei TerraKies für die Unterstützung bedanken.
Wer Zuhause auch ein Sandarium bauen möchte, findet hier auf der Webseite des NABU eine gute Anleitung! Viel Erfolg!
Text: Daniel Hesselmann und die GSGarten-AG

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Bild: GSGarten AG.




