Pädagogik

Allgemeine Infos zum Fach Pädagogik am GSG

Liebe Schüler:innen, Liebe Eltern,

wir freuen uns, euch und Ihnen das Fach Pädagogik vorzustellen, das eine spannende Reise in die Welt der Erziehung, Bildung und menschlichen Entwicklung bietet. Dieses Fach ermöglicht es Schüler:innen, tiefgreifende Einblicke in die verschiedenen Aspekte der Pädagogik zu gewinnen und ihr Verständnis für die komplexen Zusammenhänge von Erziehung und Gesellschaft zu vertiefen.

Pädagogik ist…

  • … für alle etwas
  • … praxisorientiert und lebensnah
  • … herausfordernd und spannend
  • … etwas ganz Besonderes

Warum ist Pädagogik für jede:n wichtig?

In einer Welt die immer mehr, neue, höhere und sich schnell wandelnde Anforderungen an die Menschen stellt, ist es in unseren Augen wichtiger denn je, pädagogische Kompetenzen zu besitzen. Hier sind einige Gründe, warum es für jeden Menschen sinnvoll ist, über pädagogische Kompetenzen zu verfügen:

1. Lebenslanges Lernen: In einer Welt, die sich ständig weiterentwickelt, ist lebenslanges Lernen unerlässlich. Pädagogische Kompetenzen helfen dabei, effektive Lernstrategien zu entwickeln, Wissen zu vermitteln und neue Fähigkeiten zu erwerben.

2. Berufliche Entwicklung: In jedem Berufsfeld ist die Fähigkeit, Wissen zu vermitteln und mit anderen zu kommunizieren, ist entscheidend. Pädagogische Kompetenzen tragen dazu bei, in beruflichen Kontexten effektiver zu arbeiten und Kollegen oder Teammitglieder besser zu unterstützen.

3. Zwischenmenschliche Beziehungen: Pädagogische Fähigkeiten helfen nicht nur im schulischen oder beruflichen Kontext, sondern auch im täglichen Umgang miteinander. Die Fähigkeit, klar zu kommunizieren, Empathie zu zeigen und andere zu unterstützen, stärkt zwischenmenschliche Beziehungen.

4. Gesellschaftliche Verantwortung: Bildung spielt eine Schlüsselrolle in der Gesellschaft. Pädagogische Kompetenzen ermöglichen es, Wissen und Werte weiterzugeben, um aktiv zur Entwicklung einer informierten und verantwortungsbewussten Gesellschaft beizutragen.

5. Umgang mit Kindern: Pädagogische Kompetenzen sind nicht nur in der Elternschaft, sondern auch in allen anderen Situationen, in denen man mit Kindern in Kontakt tritt, von unschätzbarem Wert, um Kinder zu unterstützen, ggf. zu erziehen und in ihrer Entwicklung zu fördern.

6. Persönliche Entwicklung: Die Fähigkeit, Wissen zu vermitteln und anderen zu helfen, fördert auch die persönliche Entwicklung. Es stärkt das Selbstbewusstsein, fördert die Selbstreflexion und ermöglicht es, die eigenen Ideen und Überzeugungen klar auszudrücken.

Insgesamt tragen pädagogische Kompetenzen dazu bei, dass Menschen in einer sich ständig verändernden Welt erfolgreich agieren können. Es geht darum, nicht nur Wissen zu erwerben, sondern dieses Wissen auch effektiv mit anderen zu teilen und zur gemeinsamen Entwicklung beizutragen.

Kind spielt an einer Tafel mit Magnetbuchstaben

Foto: Scorpio von NounProject

Was beinhaltet das Fach Pädagogik?

Der Kernlehrplan für die Sekundarstufe II im Fach Pädagogik in Nordrhein-Westfalen umfasst verschiedene Themenbereiche, die Schüler:innen auf eine umfassende Auseinandersetzung mit pädagogischen Fragestellungen vorbereiten:

1. Bildung und Erziehung:

Die Schüler:innen setzen sich mit grundlegenden pädagogischen Konzepten auseinander. Hierzu gehören historische Entwicklungen, philosophische Ansätze sowie zeitgenössische Theorien zur Bildung und Erziehung.

2. Lern- und Entwicklungspsychologie:

Der Fokus liegt auf der menschlichen Entwicklung von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter. Es werden verschiedene Modelle und Theorien der Entwicklungspsychologie betrachtet, um die physische, kognitive, soziale und emotionale Entwicklung zu verstehen.

3. Sozialisation:

Die Schüler:innen untersuchen den Prozess der Sozialisation, also wie Individuen in die Gesellschaft integriert werden. Dabei spielen soziale Institutionen wie Familie, Schule und Medien eine zentrale Rolle.

4. Erziehung und Bildung in unterschiedlichen Kontexten:

Der Unterricht thematisiert die Anwendung von pädagogischen Konzepten in verschiedenen Kontexten, einschließlich Familie, Schule, Freizeit und Beruf. Dabei werden auch gesellschaftliche Herausforderungen und Veränderungen berücksichtigt.

5. Pädagogisches Handeln:

Die Schüler:innen lernen, wie pädagogisches Handeln konkret gestaltet werden kann. Dies umfasst die Planung und Durchführung von pädagogischen Maßnahmen, den Umgang mit Vielfalt und die Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns.

6. Methoden der Pädagogik:

Der Einsatz verschiedener Forschungsmethoden und Herangehensweisen in der Pädagogik steht im Fokus. Schüler:innen lernen, pädagogische Fragestellungen systematisch zu erforschen und ihre Erkenntnisse zu präsentieren.

7. Aktuelle Herausforderungen:

Der Unterricht behandelt aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, die einen Einfluss auf Bildung und Erziehung haben können. Hierzu gehören Themen wie Inklusion, interkulturelle Bildung, Medienkompetenz und Geschlechtergerechtigkeit.

Die Schüler:innen werden ermutigt, kritisch zu denken, sich in pädagogischen Kontexten zu engagieren und ihre eigenen Ideen zur Weiterentwicklung von Bildung und Erziehung zu entwickeln. Der Lehrplan fördert somit nicht nur das Verständnis für pädagogische Theorien, sondern auch die Anwendung im praktischen Kontext.

Der folgende Podcast ist im Pädagogikunterricht in der Auseinandersetzung mit Janusz Korczaks reformpädagogischen Konzept entstanden:

Was macht Pädagogikunterricht einzigartig?

Praxisnähe: Wir machen keinen trockenen Unterricht. Wir bringen die Theorie direkt in euer Leben. In der Stunde wird Pädagogik lebendig, wenn ihr sie in eurem Alltag anwendet.

Spannende Projekte: Von Gruppenarbeiten über Diskussionen bis hin zu kleinen Forschungsprojekten – wir gestalten den Unterricht abwechslungsreich und interessant.

Für das „echte“ Leben lernen: Pädagogik bereitet euch nicht nur auf Prüfungen vor, sondern auch darauf, souverän und verantwortungsbewusst im Alltag zu agieren. Es ist eine Bereicherung für eure persönliche Entwicklung und bereitet euch optimal auf die Herausforderungen der modernen Gesellschaft vor.

Vier Schüler und Schülerinnen, die Rucksäcke tragen gehen gemeinsam nach Hause.

Foto: Jacob Lund Photography

Welche Rolle spielt wissenschaftliches Arbeiten?

Der Pädagogikunterricht spielt eine wesentliche Rolle bei der Förderung von wissenschaftlichem Arbeiten:

Schülerin sitzt am Computer

Foto: scorpio von Nounproject

Kritisches Denken: Pädagogikunterricht fördert kritisches Denken, das wesentlich für wissenschaftliches Arbeiten ist. Schüler:innen lernen, Informationen zu hinterfragen, Quellen zu bewerten und eigenständige Meinungen zu entwickeln. Diese Fähigkeiten sind entscheidend, um qualitativ hochwertige wissenschaftliche Arbeiten zu erstellen.

Empirie und Praxisbezug: Der Pädagogikunterricht legt oft einen Schwerpunkt auf die Verbindung von Theorie und Praxis. Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie empirische Erkenntnisse in ihre Arbeiten integrieren können. Dies fördert nicht nur die Anwendung theoretischen Wissens, sondern auch die Entwicklung praxisrelevanter Lösungen.

Forschungsmethoden: Pädagogikunterricht vermittelt den Schüler:innen auch grundlegende Forschungsmethoden. Dies umfasst das Kennenlernen von qualitativen und quantitativen Forschungstechniken, die für die Erhebung und Auswertung von Daten relevant sind. Schüler:innen lernen, wie man Hypothesen aufstellt, Daten sammelt, analysiert und zu Schlussfolgerungen gelangt.

Literaturrecherche: Im Pädagogikunterricht lernen Schülerinnen und Schüler, wie sie effektiv nach relevanten wissenschaftlichen Arbeiten und Quellen suchen können. Die Fähigkeit zur Literaturrecherche ist für eine fundierte wissenschaftliche Arbeit unerlässlich, da sie eine solide Grundlage für die eigene Forschung bietet.

Formale wissenschaftliche Schreibweise: Der Pädagogikunterricht vermittelt auch die Grundlagen der formalen wissenschaftlichen Schreibweise. Dazu gehören das korrekte Zitieren von Quellen, das Verfassen von wissenschaftlichen Abhandlungen und das Einhalten von formalen Strukturrichtlinien. Diese Fertigkeiten sind notwendig, um wissenschaftliche Standards einzuhalten und die eigene Arbeit verständlich zu präsentieren.

Kollaboration und Peer-Review: Der Pädagogikunterricht bietet oft Gelegenheiten zur Zusammenarbeit und zum Peer-Review. Schülerinnen und Schüler lernen, konstruktives Feedback zu geben und zu erhalten, was einen wichtigen Teil des wissenschaftlichen Arbeitsprozesses darstellt. Durch die Interaktion mit anderen wird das Verständnis für verschiedene Perspektiven gestärkt.

Zusammengefasst fördert der Pädagogikunterricht nicht nur das Verständnis von Erziehung und Bildung, sondern auch die wissenschaftlichen Fertigkeiten, die für erfolgreiches wissenschaftliches Arbeiten in diesem Bereich erforderlich sind. Dies trägt dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler in der Lage sind, fundierte Beiträge zur Pädagogik und darüber hinaus zu leisten.

Zwei Schüler*innen arbeiten gemeinsam am Computer

Kooperatives Lernen

Foto: Scorpio von NounProject

Hier findest du noch weitere Beispiele und Produkte aus dem Unterricht:

Ansprechpersonen

Kontakt: Email an die Pädagogikfachschaft

Links und Downloads

Kernlehrplan Pädagogik NRW (neues Fenster)
Abiturvorgaben Pädagogik Abitur 2025 (neues Fenster)